Weinbeschreibung für Grüner Veltliner Ried Steinberg 1.ÖTW 2022 von Hajszan Neumann
Farbe & Aussehen
Brillantes Zitronengelb mit lebendigen grünen Reflexen – ein visueller Auftakt, der die Mineralität des Kalksteinbodens bereits erahnen lässt.
Nase
Dieser Grüne Veltliner zeigt sich von seiner intellektuellsten Seite. Kaffir-Limettenblätter und Bergamotte-Abrieb führen ein komplexes Aromaspiel an, gefolgt von Meyer-Zitrone und Grüntee. Die Frucht tritt bewusst zurück zugunsten einer faszinierenden Kräuterpalette: Zitronengras, Minze, Melisse und Koriander entfalten sich in beeindruckender Tiefe. Subtile Noten von Honigmelone und Nashi-Birne sorgen für dezente Süße, während kalter Rauch und erdige Mineralität dem Wein seine Wiener Herkunft einschreiben.
Gaumen
Ein Paradebeispiel für österreichische Präzision. Der erste Eindruck ist von karger, kalkiger Mineralität geprägt – das Terroir der Ried Steinberg spricht unmittelbar. Die moderate Säure entwickelt überraschende Kraft und verleiht dem Wein Struktur und Länge. Weißer Pfeffer, Koriandersaat und Fenchelpollen dominieren das Geschmacksbild und unterstreichen den würzigen Charakter. Im minutenlangen Nachhall kehrt die kalkige Mineralität zurück – ein Signature dieser außergewöhnlichen Lage.
Allgemeine Informationen
Spontanvergärung mit natürlichen Hefen nach sechsstündiger Maischestandzeit, Ausbau im Edelstahl auf der Feinhefe. Die Reben wurzeln in Kalksteinverwitterungen mit hohem Kalk- und mittlerem Tonanteil in Grinzing. 13,0% Alkohol, trocken ausgebaut.
Speiseempfehlungen
Perfekt zu Piccata Milanese mit Tagliatelle, Maishähnchenbrust mit Fregola Sarda oder Ofenfenchel mit Mandarinenfilets. Die Kräuterwürze harmoniert hervorragend mit mediterranen Aromen.
Besonderheiten
Ein Grüner Veltliner für Puristen – weniger Frucht, mehr Terroir. Die Erste Lage Steinberg zeigt hier ihre ganze Klasse durch mineralische Präzision und außergewöhnliche Länge. Ein Wein, der Zeit braucht und Zeit verdient.







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